13.9.2021 : Alte Zöpfe in Hombrechtikon?

In seinem Statement zur Gemeindeordnung (ZSZ, 31.08.), vergleicht der Gemeindepräsident von Hombrechtikon die Anliegen des überparteilichen Komitees (SVP, FDP, SP, Grüne und CVP) salopp und despektierlich mit dem Wunsch nach Beibehaltung alter Zöpfe.

Aber sind politisch breit abgestützte, basisdemokratische Anliegen wie der Wunsch nach Partizipation und echter Mitsprache tatsächlich alten Zöpfen gleichzusetzen? - Oder entlarvt dies vielmehr in besorgniserregender Art und Weise das Führungs-, Macht- und Demokratieverständnis des aktuellen Hombrechtiker Gemeinderates, der mit seiner Variante der nGO möglichst wenig Einsicht und reduzierte Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger anstrebt?

So will der GR die teils arg belastete und geforderte Schulpflege kurzerhand um knapp einen Drittel verkleinern, die Sozialbehörde entmachten, ihr die umfassende Einsicht sowie regelmässige Kontrolle aller Dossiers/Ausgaben und jegliche Antragskompetenzen entziehen und auch eine zukunftsweisende, moderate RGPK verhindern.

Es wirkt, als ob dem Gemeinderat die über alle Parteien hinweg an der Urne gewählten und engagierten Behördenmitglieder lästig erscheinen, so dass er sie kurzerhand alten Zöpfen gleichsetzt, die es abzuschneiden und loszuwerden, sprich zu minimieren oder zu entmachten gilt.

Mit Ausnahme der GLP, bewerten das alle Ortsparteien, welche mit ihren engagierten Mitgliedern sowohl Schulpflege, Sozialbehörde und RPK, ja selbst den Gemeinderat stellen, dezidiert gegenteilig. Dies trotz ihrer teils sehr divergierenden politischen Haltungen.

Das sollte aufhorchen lassen und zu denken geben, denn mit alten Zöpfen hat das definitiv nichts zu tun!

Stoppen wir also den Gemeinderat mit seinen abgehobenen Macht- und Regierungsphantasien, indem wir alle für die ausgewogene, zukunftsorientierte, demokratisch und politisch breit abgestützte und ausgehandelte Variante der «Vorberatenden Gemeindeversammlung» (Hauptantrag 1) stimmen!

Manuela Tremonte, Hombrechtikon

Weitere Informationen unter www.nGO-Hombi.ch


 

12.9.2021 : Auf Kosten der demokratischen Rechte

Als ehemaliger Schulpräsident ist es mir ein grosses Anliegen, dass die Variante der vorberatenden Gemeindeversammlung auch an der Urne eine grosse Mehrheit erfährt. Warum will der Gemeinderat die Schulpflege entmachten und ihr Kompetenzen wegnehmen bei der Stellenbeschaffung? Hat die Schulpflege in diesem Bereich die Erwartungen des Gemeinderates nicht erfüllt? Zudem macht es mir den Eindruck, er wolle mit der Reduktion der Anzahl Schulpflegemitglieder das Feld vorbereiten für die Einsetzung eines Leiters Bildung. Damit verpufft der Spareffekt, mit dem der Gemeinderat die Stimmbürger für seine Variante ködert. Eine weitere Hierarchiestufe in der Bildung ist kostenintensiv und bringt den Schulkindern und deren Eltern gar nichts!

„Alle Macht dem Gemeinderat“ ist die Devise von Hauptantrag 2.

Dies auf Kosten der demokratischen Rechte des Stimmbürgers. Zudem spricht der Gemeinderat vom Auslagern, von Aufgaben an die Verwaltung oder dem Beizug von externen Fachleuten. Wo bleibt da die Kostenwahrheit?

Aus all diesen Gründen bitte ich die mündigen Stimmbürger von Hombrechtikon dem demokratiefreundlichen Hauptantrag 1 der vorberatenden Gemeindeversammlung zuzustimmen.

Walter Bruderer, Hombrechtikon

Weitere Informationen unter www.nGO-Hombi.ch